Russland gegen Amerika

Der MiG Kampfjet ist zuerst 1961 bei einer Luftparade in Tuschino von westlichen Beobachtern entdeckt worden. Seither ist die MiG-21 den westlichen Kampfpiloten immer wieder begegnet. Während des Vietnamkrieges wurde die MiG von der nordvietnamesischen Luftabwehr benutzt. Zu dieser Zeit war die MiG das schnellste und wendigeste Kampfflugzeug der Welt. Neben der hervorragenden Flugleistungen war die MiG in der Produktion schnell und günstig herzustellen. Die MiG gab es in verschiedenen Modellen für verschiedene Einsatzgebiete. Den Kampfflieger gibt es als Einsitzer und Zweisitzer. Für besondere Aufgabenfelder gibt es speziell ausgestattete Aufklärflugzeuge. Für Angriffe auf Bodenziele wurde auch der Bomber hergestellt. Im Luftkampf war der Abfangjäger als Modell vertreten.


Die MiG-29 kam als Nachfolger im Jahre 1986. Zum ersten Mal konnte man ihn 1986 sehen auf einer Flugzeugmesse in Finnland. Zwei Jahre später zeigten sich zwei Kampfjets über Großbritannien. Glücklicherweise handelte es sich nur um eine Präsentation auf einer Flugshow. Der Flieger überzeugte die westlichen Beobachter erneut. Beweglichkeit und Wendigkeit waren erneut herausragende Flugeigenschaften. Schon nach der Wende flogen die russischen Kampfflieger erneut über dem Westen Europas. Es war wieder über England und dieses Mal stürzten die Flieger ab. Allerdings ging der Unfall nicht auf das Aufflammen des Kalten Krieges zurück. Die zwei MiG kollidierten miteinander. Glücklicherweise entkamen beide Piloten dem Unfall.


Die MiG-Flieger flogen jedoch nicht nur im russischen Kampfverband nach Westen. Auch in den westlichen Kampfverbänden der NATO und der Bundesluftwaffe eroberten sich die russischen Flugtypen Kontingente in der Truppenstärke bei der Luftwaffe. Die Bundesluftwaffe konnte hier die Bestände der DDR übernehmen. Die Luftwaffe der NVA hat von Beginn an auf die MiG-Modellreihe gesetzt. 1962 erhielt man den ersten Typ des MiG-21. Bis 1971 wurde mit dem Jagdbombertyp ein vollständiges Geschwader aufgebaut. Auch die folgenden Aufbauten von Geschwadern wurden aus den Jagdbombern aufgebaut, die durch einige Kampfhubschrauber ergänzt wurden. Seit 1984 wurden diese Truppenverbände in Strausberg angesiedelt. Die Kampfbombergeschwader wurden im Laufe der Zeit ergänzt durch Kampfflieger aus der MiG-Flugreihe. Mit der Auflösung der Luftwaffe der NVA ging der Bestand in die Luftwaffe der vereinten Bundesrepublik über. Mit der Übernahme wurden die Bestände überprüft und neu sortiert. Die Truppenstärke wurde reduziert und damit auch der Bestand des Flugparks. Einige der Flugzeuge sind bis 2004 nach Polen verkauft worden. Die MiG-Modelle sind dabei für den symbolischen Preis von 1 Euro je Flugzeug übergeben worden. Die neuesten Modelle sind zudem in den Bestand von NATO- und Bundesluftwaffe eingegangen. Dabei sind es die günstigen Produktionskosten und die guten Flugeigenschaften, die den Kauf begünstigt haben. Die MiG-AT Reihe ist nach dem Ende des Kalten Krieges als Trainingsflugzeug vorgestellt worden. Dabei arbeitete der russische Hersteller Mikojan-Gurewitsch zusammen mit französischen Unternehmen. Es sollte das alte Trainingsflugzeug ersetzt werden. Dabei kam das Trainingsflugzeug aus der MiG-Reihe nur eingeschränkt zum Einsatz, da die JAK-130 sich für die Fluganfänger als tauglicher erwies. Das MiG-Trainingsflugzeug beherrschte dabei nicht nur die Eigenschaften des Vorbildmodelles aus der MiG-Reihe, sondern es wurde ergänzt mit denen der SU-Reihe, um die Anwendungsmöglichkeiten zu verbessern. Eine moderne Variante der MiG, die 35, wurde zum ersten Mal 2007 vorgestellt. Das Modell wurde in seiner äußeren Konstruktion kaum modifiziert. Jedoch wurden die technischen Eigenschaften verbessert. Die Waffensysteme für Luft-Luft- und Luft-Boden-Angriffe sind in ihren Einsatzmöglichkeiten erweitert worden. Auch ist die Reichweite durch die Treibstoffkapazität erhöht worden. Die neueste MiG wurde ein Exportschlager. Gleich bei Markteinführung ist der Flieger an die indische Regierung verkauft worden. 2007 hat die indische Regierung erneut ihr Kontingent bei dem russischen Hersteller erweitert. Der bevorzugte Einkauf geht einher mit der Kooperation beim Flugzeugbau. Die Turbinen werden in Indien gefertigt. Die eigentliche Flugzeugkonstruktion und Endmontage erfolgt schließlich im russischen Hauptwerk. Bis heute ist die MiG ein beliebtes Kampfflugzeug, das wegen seiner hervorragenden Flugeigenschaften beliebt ist.