Überschallpiloten im "Ruhestand"

Schönheit eines Fluges

Es ist ein herrliches Gefühl, durch die Wolken zu fliegen. Diese kleben majestätisch am Himmel und sehen von oben wie Watte aus. So ein Gefühl kann nur ein Pilot erleben. Seine Fluggäste dürfen zwar aus der Luke schauen, doch sie haben bloß ein kleines Sichtfeld. Außerdem dürfen sie die Richtung des Flugzeuges nicht selbst bestimmen, dafür ist der Pilot zuständig.
Wer ohne dieses Gefühl nicht leben kann, sollte ein Überschallpiloten werden. Während ein normaler Pilot langweilige Linienflüge führt, kann sich sein Kollege in den Lüften voll ausleben. Beim Militär gilt es wendig und spektakulär zu fliegen. Vom Boden sehen solche Manöver wie wahre Kunstwerke aus, ein weißer Dunst begleitet stets ihre Flugbahn. Doch wenn eine MiG zu hoch fliegt, ist von ihr nichts mehr zu sehen. Dies ist der Sinn eines solchen Flugzeugs, denn diese finden meistens im Militär ihren Einsatz. Zwar gibt es auch wenige Passagierflugzeuge, doch dabei handelt es sich eher um Ausnahmen. Ein Flug in einem Überschallflugzeug kostet ein halbes Vermögen, alleine der Spritverbrauch ist enorm. Doch dafür wird nicht am Luxus gespart, wie in einem Haus finden sich Tische und Stühle. Wer es gerne übertreibt, lässt sich gleich ein Hotelzimmer in diesem Flugzeug errichten.

Alles hat sein Ende

Eine MiG ist ein anstrengendes Gefährt. Dabei handelt es sich um ein Kampfflugzeug, das in der damaligen Sowjetunion entwickelt wurde. Es ermöglicht seinem Piloten packende Manöver, die in Militärparaden gerne zur Schau gestellt werden. Doch so ein Job wird mit der Zeit sehr anstrengend und der kleinste Fehler wird bitter bestraft. Eine minimale Unsicherheit und schon ist die MiG in ein Hochhaus gecrasht. Dies wäre sogar noch das kleinere Übel, auch wenn dieser Satz hart klingen mag. Genauso kann dieses Flugzeug die Landung auf dem Landeplatz vergeigen und in der gigantischen Verwaltungsstelle landen. Man sieht, es besteht stets eine große Gefahr. Deshalb stehen die Piloten unter ständiger Beobachtung. Wer unter Müdigkeit leidet oder schlecht geschlafen hat, darf auf keinen Fall in die MiG steigen. Die Gefahr in einem normalen Passagierflugzeug wäre schon viel zu hoch, doch da hilft immerhin der Copilot mit aus. In einer kleinen MiG sitzt nur eine einzelne Person, die für alles verantwortlich ist. Zudem verfügt dieses Flugzeug über eine Bewaffnung, die bei falscher Betätigung für weitere Katastrophen gut ist. Damit das Ganze nicht passiert, muss ein Pilot bei schlechter körperlicher Verfassung sofort in den Ruhestand. Doch was tut ein Pilot, der sein Leben lang nur geflogen ist und keine andere Ausbildung hat?

Langeweile im Ruhestand? Niemals!

Das Leben eines Piloten ist kurz, vor allem wenn er beim Militär tätig ist. Er wird schnell durch einen jüngeren Kameraden ersetzt, wenn er sich einen Fehler erlaubt und das zu Recht! Schließlich stehen wertvolle Menschenleben auf dem Spiel und da darf ein Einzelschicksal nichts zählen.
Nun hat sich der Pilot einen schwerwiegenden Fehler erlaubt und wurde vom Dienst suspendiert. Was soll er mit seinem weiteren Leben anfangen ? Er hat schließlich keine weiteren Berufserfahrungen? Neue Regale einräumen wäre vielleicht als Student eine Alternative um sich den Geldbeutel etwas aufzubessern, doch mit Ende 30 hat ein Mann andere Ziele. Er will eine Familie gründen und natürlich ein Auto kaufen. Die Bezahlung beim Militär ist nicht schlecht, damit lässt es sich einige Jahre gut leben. Doch die ganze Zeit daheim rumsitzen, ist auf Dauer keine Lösung. Zuerst einmal kommen Jobs in Betracht, die mit dem Fliegen direkt zu tun haben. Wie wäre es mit einer Flugschule? Praktische Erfahrung sind zu Genüge vorhanden und als Militärpilot sollte die Führung eines kleinen Segelflugzeugs kein Problem darstellen. Wer genug vom Fliegen hat, kann sich mit dem angesparten Geld auch selbstständig machen.